Homeschooling wagen
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"Lehrerin kündigt: Es ging mir nicht mehr gut", titelte die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ - hinter Bezahlschranke) am 17. Juni 26. „Plötzlich war ich Sozialarbeiterin, Deeskalationstrainerin, Detektivin und Polizistin. Für das Fachliche blieb gefühlt immer zu wenig Zeit“, sagt Wiesmann. In den vergangenen Jahren habe sich die Situation noch verschärft, so ihr Eindruck. Die Lerngruppen wurden immer heterogener, gleichzeitig fehlte es an Kolleginnen und Kollegen und an Wertschätzung. „Es ist kaum möglich, allen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden“, sagt Wiesmann. Sie habe sich „nicht anders zu helfen gewusst“und ihre Arbeitszeit weiter reduziert, auf irgendwann nur noch wenige Stunden in der Woche. „Aber die Belastung war immer noch so groß, auch durch den Lärm: nicht nur im Klassenzimmer, auch in den Fluren, auf dem Pausenhof, immer war es laut. Das war sehr kräftezehrend. Körperlich sei sie ans Limit gegangen, hatte Angst vor einem Burnout.“ Vieles davon könnte auch aus einem Schülermund kommen. Aber Schüler dürfen nicht kündigen. Warum eigentlich nicht? Wilma Wiesmann hat mit 55 Jahren gekündigt und ihren Beamtenstatus aufgegeben, so wie ich es mit 51 Jahren gemacht hatte. Ältere Kolleginnen sprachen auch bei mir davon, die letzten Jahre bis zur Pensionierung noch "durchzuhalten". Kinder - Schutzbefohlene! - müssen hingegen "durchhalten". Sie dürfen nicht auf ihre eigenen Bedürfnisse und auf ihr inneres Gefühl hören. Es ist ein Skandal. Svenja Herget, Homeschooling wagen
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