Fight and Soul e. V.
@fightandsoulev
Artikel zu dem gestrigen Prozess. Erschienen auf Facebook. Danke Petra. G…
Artikel zu dem gestrigen Prozess. Erschienen auf Facebook. Danke Petra. Gestern beim Prozess am Arbeitsgericht Saarbrücken: Wenn Täterschutz vor Opferschutz geht….. Ich bin gestern dem Aufruf von Fight and Soul e.V. (Aufruf und weitere Infos im ersten Kommentar) gefolgt und habe mir als Prozessbeobachter die Verhandlung im Fall Keßler gegen das Land Saarland im Arbeitsgericht Saarland angesehen. Ich möchte hier meine persönlichen Eindrücke teilen, denn das, was dort zu sehen war, beschäftigt mich immer noch tief. Das Positive zuerst: Großes Interesse der Öffentlichkeit! Zunächst muss man absolut positiv hervorheben, wie viele Menschen an diesem Verfahren interessiert waren. Der Andrang war so enorm, dass die Vorsitzende Richterin sogar kurzfristig einen Tausch des Gerichtssaals veranlasst hat. So wurde sichergestellt, dass wirklich jeder Zuschauer einen Sitzplatz bekommen konnte und niemand während der langen Verhandlung stehen musste. Ein starkes Signal für die Transparenz der Justiz! Mangelnde Reue und Arroganz der Behördenleitung Was mir dagegen extrem negativ aufgefallen ist, war das Auftreten des betroffenen Behördenleiters – also genau des Vorgesetzten, der die sexuell doppeldeutige Aussage („Holst du mir bitte einen runter?“) gegenüber seiner Mitarbeiterin getätigt haben soll. Er war als Zeuge geladen und meldete sich kurz vor Verhandlungsbeginn direkt aus dem Zuschauerraum. Mein persönlicher Eindruck: Er wirkte unglaublich selbstbewusst und arrogant, als er fragte, ob er draußen warten solle. Die Richterin wies ihn schließlich an, draußen Platz zu nehmen – sie würde ihn aufrufen, wenn er gebraucht werde, und belehren könne sie ihn auch später noch. Von Reue oder Einsicht war bei diesem Mann absolut nichts zu spüren. Auch eine Entschuldigung bei dem Opfer hat es bis heute nicht gegeben. Unfassbar. Herunterspielen der Tat durch die Behördenvertreter Genauso schockierend war das Verhalten der Vertreterin der Behörde, vermutlich eine Juristin aus der dortigen Rechtsabteilung. Nach meinem Eindruck wurde dort versucht, die gesamte Sache herunterzuspielen und das schwerwiegende „Problem“ einfach "wegzulächeln". Als der Rechtsanwalt des Opfers die Summe der gewünschten Entschädigung nannte, wurde vonseiten der Behördenmitarbeiterin nach meiner Auffassung eher spöttisch reagiert. Dieses überhebliche und unangemessene Verhalten fand ich in höchstem Maße unkollegial, fast schon ekelhaft. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing? Die hauseigene Gutachtenstelle Besonders bitter war auch mein Eindruck bezüglich der medizinischen Begutachtung. Diese hatte im „eigenen Haus“ stattgefunden – nämlich bei der „Zentralen Gutachtenstelle für Landesbedienstete“. Und wie es fast schon zu erwarten war, wurde das Opfer dort pünktlich vor dem Prozess wieder „gesundgeschrieben“. Nach Auffassung dieser Gutachterin sollte die Betroffene also tatsächlich sofort wieder an genau den Arbeitsplatz zurückkehren, an dem der Machtmissbrauch stattfand. Warum fällt mir bei dieser Konstellation, in der der Arbeitgeber gleichzeitig der Auftraggeber des Gutachtens ist, spontan das Zitat ein: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wie unabhängig so eine interne Stelle wirklich agieren kann. Täterschutz statt Opferschutz? Leider passt dieses gesamte Bild zu dem, was die Mitarbeiterin nach ihrer internen Beschwerde durchmachen musste: Degradierung, Entzug von Aufgaben und Psychoterror. Wer gestern im Gericht genau hingehört hat, konnte deutlich erkennen, dass hier ganz offensichtlich Täterschutz vor Opferschutz praktiziert wurde. Da stellt sich mir unweigerlich die Frage: Wo ist in solchen Fällen eigentlich die Frauenbeauftragte der Behörde? Existiert diese Stelle nur auf dem Papier, oder warum wird das Opfer hier so im Stich gelassen? Ein klares Wort der Richterin und der aktuelle Stand
Fresh margeleT snapshot · Germany · Fight and Soul e. V. · war · politics. This page keeps context and source links for search engines and AI assistants.